Kaufberatung für den Premium-Großraumvan

Eine Mercedes V-Klasse als Gebrauchtwagen eignet sich für große Familien, gehobenen Personentransport und komfortable Langstreckenfahrten, wenn Fahrzeuglänge, Sitzkonfiguration und Dieselantrieb zum tatsächlichen Einsatz passen. Der W447 bietet deutlich mehr Komfort als ein gewöhnlicher Transporter, doch elektrische Schiebetüren, herausnehmbare Sitze, Abgastechnik und umfangreiche Komfortelektronik machen eine vollständige Prüfung besonders wichtig.

Für viele Käufer bietet ein V 220 d mit Hinterradantrieb die ausgewogenste Kombination aus Leistung und technischer Komplexität. Vor der Modellpflege arbeitet der W447 mit dem älteren OM651-Diesel und je nach Version mit Schaltgetriebe oder 7G-TRONIC PLUS. Ab 2019 kamen der OM654-Diesel und die 9G-TRONIC hinzu. Ein V 300 d oder eine 4MATIC-Version bietet mehr Leistung beziehungsweise Traktion, erhöht aber auch die Belastung von Reifen, Bremsen und Antriebsstrang.

V-Klasse-Kaufurteil: Wählen Sie zuerst Fahrzeuglänge und Sitzanordnung und erst danach die Ausstattungslinie. Testen Sie beide Schiebetüren, sämtliche Sitzschienen und die Heckklappe vollständig. Dieselwarnungen und verzögerte Automatikschaltungen benötigen eine fachgerechte Diagnose. Ein gepflegter Innenraum schließt eine intensive Nutzung als Flughafen-, Hotel- oder Shuttlefahrzeug nicht aus.

Was die Mercedes V-Klasse bietet und für wen sie geeignet ist

Die V-Klasse ist der komfortorientierte Großraumvan von Mercedes-Benz. Sie teilt Plattform und Karosseriegrundstruktur mit dem Vito, bietet jedoch eine hochwertigere Innenausstattung, stärkere Geräuschdämmung, flexiblere Sitzsysteme und zusätzliche Komfortfunktionen. Damit richtet sie sich an große Familien, Chauffeurdienste, Hotels und Käufer, die auf mehreren Sitzreihen vollwertige Plätze für Erwachsene benötigen.

Die V-Klasse darf nicht mit jedem Mercedes-Transporter mit Seitenfenstern gleichgesetzt werden. Ein Vito Tourer kann ebenfalls Passagiere befördern, ist jedoch meist funktionaler ausgestattet und kann die sinnvollere Wahl sein, wenn Robustheit und Anschaffungskosten wichtiger sind als luxuriöse Materialien. Prüfen Sie deshalb den Mercedes Vito als Alternative, bevor Sie für ungenutzte V-Klasse-Ausstattung einen Aufpreis zahlen.

Bei älteren Fahrzeugen begegnet Käufern außerdem der W639 Viano, der vor dem W447 die Rolle des gehobenen Personenwagens übernahm. Der Mercedes Viano Vergleich hilft bei der Entscheidung, ob modernerer Innenraum, neuere Motoren und zusätzliche Sicherheitstechnik den Mehrpreis der V-Klasse rechtfertigen. Weitere Modelle finden Sie im Mercedes-Benz Ratgeber.

Mercedes V-Klasse in einer Illustration zur Modellgeschichte

W638, Viano W639 und V-Klasse W447 unterscheiden

Die erste Mercedes V-Klasse erschien 1996 auf der Plattform W638. Diese frühen Fahrzeuge sind heute nur noch für Käufer interessant, die mit altersbedingten Reparaturen umgehen können. Korrosion, gealterte Verkabelung, Kühlsystem, Fahrwerk und frühere Instandsetzungen sind meist wichtiger als Ausstattung oder Kilometerstand.

Ab 2003 verwendete Mercedes in vielen europäischen Märkten den Namen Viano für die Personenwagenversion des W639. Diese Generation bot Hinterradantrieb, ausgewählte Allradversionen, verschiedene Fahrzeuglängen und mehrere Vier- sowie Sechszylindermotoren. Ein gepflegter Viano kann weiterhin viel Platz bieten, verlangt aber eine sorgfältige Kontrolle von Rost, Schiebetüren, Automatikgetriebe und früherer gewerblicher Nutzung.

Der W447 kam 2014 auf den Markt und führte den Namen V-Klasse wieder ein. Die Modellpflege von 2019 war technisch bedeutend: Der OM654-Vierzylinderdiesel ersetzte in der Hauptbaureihe den OM651, während die 9G-TRONIC an die Stelle der bisherigen Siebengang-Automatik trat. Eine spätere Überarbeitung brachte ein neu gestaltetes Cockpit, aktuelleres Infotainment und zusätzliche Assistenztechnik, behielt jedoch die W447-Plattform bei.

Mehrere Generationen der Mercedes V-Klasse im Vergleich

Kompakt, Lang und Extralang richtig auswählen

Der W447 wurde in den Varianten Kompakt, Lang und Extralang angeboten. Welche Ausführung passt, hängt von Passagierzahl, Gepäckbedarf und verfügbaren Parkflächen ab. Die kurze Karosserie lässt sich in Städten und Parkhäusern leichter bewegen, bietet bei vollständiger Bestuhlung jedoch weniger Stauraum. Längere Versionen schaffen mehr Platz hinter der letzten Sitzreihe, benötigen aber deutlich mehr Rangierfläche.

Kompakt

Geeignet für Stadtverkehr und Käufer, die mehrere Sitze häufiger benötigen als maximales Gepäckvolumen. Prüfen Sie den verbleibenden Kofferraum bei vollständiger Bestuhlung.

Lang

Für viele Familien und Fahrdienste die ausgewogenste Lösung aus Fondraum, Gepäckplatz und noch gut beherrschbaren Außenmaßen.

Extralang

Passend für Flughafentransfers, große Familien und Reisen mit umfangreichem Gepäck. Wendigkeit, Parkmöglichkeiten und Heckzustand genau prüfen.

Je nach Ausstattung kann der Fahrgastraum Einzelsitze, Sitzbänke, eine Vis-à-vis-Anordnung oder besonders komfortable Fond­sessel enthalten. Die reine Sitzplatzanzahl zeigt nicht, wie flexibel der Innenraum tatsächlich ist. Kontrollieren Sie, ob alle vorgesehenen Kombinationen zum eingebauten Schienensystem passen und sämtliche Sitze, Kopfstützen und Gurtteile vorhanden sind.

Praktischer Hinweis: Herausnehmbare V-Klasse-Sitze sind groß und schwer. Fehlende Sitze, beschädigte Führungsschienen oder unvollständige Befestigungsteile können die Alltagstauglichkeit erheblich einschränken. Vergleichen Sie den vorhandenen Innenraum deshalb mit der ursprünglichen Sitzkonfiguration.

Motoren und Getriebe der Mercedes V-Klasse

Das europäische W447-Angebot wird überwiegend von Vierzylinder-Dieselmotoren bestimmt. Frühe Fahrzeuge nutzen den OM651 in Varianten wie V 200 d, V 220 d und V 250 d. V 200 d und V 220 d wurden in einigen Märkten auch mit Schaltgetriebe angeboten, während der stärkere V 250 d häufig mit der 7G-TRONIC PLUS kombiniert war.

Mit der Modellpflege von 2019 kamen der OM654-Diesel und die 9G-TRONIC. Zu den wichtigen Versionen gehören V 220 d, V 250 d und V 300 d, wobei Angebot und Bezeichnungen nach Markt und Modelljahr variieren. Hinterradantrieb ist weit verbreitet, während 4MATIC nur mit ausgewählten Motoren und Karosserievarianten erhältlich war.

Ausführung Geeignet für Wichtige Prüfpunkte
W638 V-Klasse Käufer eines günstigen älteren Großraumwagens Strukturelle Korrosion, Kühlung, Elektrik und frühere Reparaturen
W639 Viano Diesel Preisorientierte Familien- oder Shuttle-Nutzung Rost, Einspritzung, Automatikgetriebe und Schiebetüren
W447 V 200 d oder V 220 d, Schaltung Personentransport mit geringerer Getriebekomplexität Kupplung, Zweimassenschwungrad und Dieselhistorie
W447 V 250 d mit 7G-TRONIC Langstrecken mit höherem Leistungsbedarf Kaltstart, warmes Schalten, Ölverlust und Wartungsnachweise
V 220 d oder V 250 d nach Modellpflege Familiennutzung und regelmäßige Autobahnfahrten OM654-Abgastechnik, 9G-TRONIC und Softwarehistorie
V 300 d nach Modellpflege Voll beladene Reisen und gehobener Fahrdienst Kühlsystem, Bremsen, Reifen und gleichmäßige Leistungsabgabe
W447 4MATIC Winterbetrieb und Fahrten auf schwierigen Zufahrten Zusammenpassende Reifen, Vibrationen und Allradkomponenten

Jede Automatik sollte kalt und nach vollständigem Warmfahren geprüft werden. Vorwärts- und Rückwärtsgang müssen ohne starke Verzögerung einlegen. Das Getriebe darf nicht schlagen, zwischen Fahrstufen hochdrehen oder dauerhaft nach dem passenden Gang suchen. Die 9G-TRONIC schaltet häufiger als die frühere Siebengang-Automatik, doch wiederholtes Pendeln und Warnmeldungen sind nicht normal.

Mercedes V-Klasse Varianten für den Motorenvergleich dargestellt

Diesel-Abgastechnik und Motorzustand prüfen

Eine dieselbetriebene V-Klasse passt besonders zu regelmäßigen längeren Fahrten, bei denen Motor und Abgasanlage ihre normale Betriebstemperatur erreichen. Flughafentransfers können für einen Diesel geeignet sein, wenn sie längere Strecken enthalten. Viele kurze Hotelfahrten, Schulwege oder lange Leerlaufphasen sind für Dieselpartikelfilter und Abgasrückführung dagegen weniger günstig.

Prüfen Sie die Wartungshistorie auf korrekte Motorölspezifikation, DPF-Warnungen, Arbeiten am AGR-System, NOx-Sensoren sowie SCR- und AdBlue-Komponenten. Eine AdBlue-Warnung kann bei anhaltender Störung schließlich einen erneuten Motorstart verhindern. Kristallisierte Rückstände an zugänglichen Bereichen, wiederholte Reststreckenanzeigen oder kürzlich gelöschte Fehler verlangen eine genauere Untersuchung.

Ein steigender Motorölstand kann mit unterbrochenen Regenerationsvorgängen des Dieselpartikelfilters zusammenhängen. Bevor eine Ursache benannt wird, ist jedoch eine Diagnose erforderlich. Kontrollieren Sie den Ölstand nach Herstellervorgabe und vergleichen Sie ihn mit den Wartungsbelegen. Rauch, starkes Klopfen, Kühlmittelverlust oder deutlicher Kraftstoffgeruch sind keine normalen Dieselmerkmale.

Bleibt die Partikelfilterwarnung aktiv oder erscheint sie kurz nach dem Löschen erneut, beachten Sie den Ratgeber zur DPF-Warnleuchte beim Diesel. Eine erzwungene Regeneration ist keine universelle Reparatur, wenn Sensor-, Einspritz-, Turbolader- oder weitere Abgasfehler fortbestehen.

Schiebetüren, Sitzschienen und Gepäckraumausstattung

Der Fahrgastraum ist der wichtigste Kaufgrund der V-Klasse. Seine Mechanik verdient daher ebenso viel Aufmerksamkeit wie der Motor. Die Schiebetüren können je nach Ausstattung manuell oder elektrisch arbeiten. Öffnen und schließen Sie jede Tür über Außengriff, Innenbetätigung, Schalter im Cockpit und Funkschlüssel, sofern diese Bedienmöglichkeiten vorhanden sind.

Eine elektrische Schiebetür sollte gleichmäßig laufen, bei einem Hindernis korrekt umkehren und ohne mehrere Versuche bündig schließen. Langsame Bewegung, Schleifgeräusche, Warntöne oder ein Stopp an einer Steigung können mit Einstellung, Rollen, Verkabelung, Sensorik oder Antrieb zusammenhängen. Schmierung allein behebt nicht jede Störung.

Kontrollieren Sie die Sitzschienen auf beschädigte Abdeckungen, Verschmutzung und verformte Befestigungspunkte. Bewegen Sie jeden Sitz im erlaubten Bereich und prüfen Sie, ob alle Verriegelungen sicher einrasten. Klapp-, Dreh- und Neigefunktionen dürfen nur entsprechend der Betriebsanleitung getestet werden. Kontrollieren Sie außerdem sämtliche integrierten Gurte und ISOFIX-Befestigungen in den tatsächlich genutzten Sitzpositionen.

Die große Heckklappe benötigt viel Raum hinter dem Fahrzeug und ist bei manuellen Versionen schwer. Prüfen Sie eine vorhandene elektrische Betätigung, den Außentaster, die Warnanzeige im Cockpit und eine separat zu öffnende Heckscheibe. Wasserflecken, feuchte Teppiche oder beschädigte Verkleidungen im Gepäckraum benötigen eine Ursachenklärung.

Mercedes V-Klasse bei der Prüfung von Türen und Innenraum

Fahrwerk, Bremsen, Reifen und 4MATIC kontrollieren

Die V-Klasse ist ein großes und schweres Personenfahrzeug. Dauerhafte Vollbeladung, Anhängerbetrieb oder intensive gewerbliche Nutzung können den mechanischen Verschleiß erhöhen. Achten Sie auf Klopfgeräusche an Vorder- und Hinterachse und prüfen Sie die Reifen auf Auswaschungen, starken Innenkantenverschleiß oder deutliche Unterschiede zwischen den Achsen. Mögliche Ursachen sind falsche Achsgeometrie, verschlissene Gelenke, beschädigte Räder oder frühere Stöße.

Das Bremspedal muss einen gleichmäßigen Druckpunkt besitzen, und die V-Klasse muss ohne Vibrationen oder seitliches Ziehen verzögern. Prüfen Sie die Feststellbremse an einer geeigneten Steigung und kontrollieren Sie Rechnungen zu Bremsscheiben, Belägen und Bremsflüssigkeit. Ein hochwertig aufbereiteter Shuttlewagen kann trotz gepflegter Optik eine intensive Stop-and-go-Nutzung hinter sich haben.

Bei 4MATIC-Versionen sollten alle Reifen zugelassene, kompatible Größen und einen ähnlichen Verschleiß aufweisen. Dauerhafte Vibrationen, Verspannungen, Brummen oder Schläge müssen diagnostiziert werden. Gelenkwellen, Lager, Reifen, Differenziale und Verteilerkomponenten können ähnliche Symptome wie ein Getriebefehler verursachen.

Bei einzelnen W447-Baujahren können Startprobleme oder Störungen im Bereich Zündschloss und Startfreigabe auftreten. Prüfen Sie, ob jeder mitgelieferte Schlüssel das Fahrzeug zuverlässig startet und ob Lenkschloss, Zündung und Cockpit stets gleich reagieren. Ein einzelner erfolgreicher Start reicht bei bekannten sporadischen Ausfällen nicht aus.

Komfortausstattung, Fondklima und Start-Stopp-System

Je nach Version kann die V-Klasse über Fondklimatisierung, elektrische Sitze, Sitzheizung oder -belüftung, elektrische Türen, Panoramadach, Mehrzonen-Audio und umfangreiche Ambientebeleuchtung verfügen. Die Ausstattung unterscheidet sich deutlich zwischen Basisversionen, Style, Avantgarde, Exclusive und marktspezifischen Paketen. Ein Ausstattungsemblem ersetzt deshalb keinen vollständigen Funktionstest.

Lassen Sie die Klimaanlage aus kaltem Zustand arbeiten und prüfen Sie Luftmenge sowie Temperatur an den vorderen und hinteren Ausströmern. Eine schwache Kühlung im Fond kann mit Einstellungen, Kältemittelmenge, Ventilen, Sensoren oder separater Fondklimatechnik zusammenhängen. Kontrollieren Sie Dachausströmer, Bedienfelder in allen Reihen und ungewöhnliche Lüftergeräusche.

Spätere Modellupdates erhielten modernere Displays, MBUX-Funktionen, Kameras und Assistenzsysteme. Koppeln Sie ein Smartphone und testen Sie Navigation, Sprachsteuerung, Parksensoren, sämtliche Kameras und Lenkradtasten. Sporadische Neustarts oder mehrere gleichzeitig auftretende Warnungen können durch Software, Bordnetzspannung, Verkabelung oder Steuergeräte ausgelöst werden.

Fünf V-Klasse-spezifische Kaufkontrollen

  • Fahrzeuglänge, Sitzanzahl und ursprüngliche Fondkonfiguration eindeutig bestätigen.
  • Beide Schiebetüren über alle vorhandenen Schalter und Fernbedienungen betätigen.
  • Jeden herausnehmbaren Sitz im Bodenschienensystem bewegen und sicher verriegeln.
  • Fondheizung, Lüftung, Beleuchtung und hintere Bedienfelder vollständig testen.
  • OM651- oder OM654-Wartung, Getriebearbeiten und Rückrufstatus mit der VIN abgleichen.

Die Start-Stopp-Automatik kann bei niedriger Batterieladung, ungünstiger Innenraumtemperatur oder anderen Betriebsbedingungen vorübergehend deaktiviert bleiben. Eine kurze Probefahrt reicht nicht zur Diagnose. Wiederholte Warnungen, Startprobleme oder mehrere elektrische Fehlermeldungen erfordern eine Prüfung von Batterie und Ladesystem. Der Ratgeber zur Start-Stopp-Warnleuchte erklärt den Unterschied zwischen vorübergehender Nichtverfügbarkeit und einer gespeicherten Störung.

Unterhaltskosten und die richtige Kaufentscheidung

Die Unterhaltskosten einer Mercedes V-Klasse hängen stark von Fahrzeuglänge, Radgröße, Sitzsystem, bisheriger Nutzung und Antrieb ab. Ein V 220 d mit Hinterradantrieb und Standardsitzen verursacht ein anderes Kostenprofil als ein extralanger V 300 d 4MATIC mit elektrischen Türen, Luxussitzen und mehreren Klimazonen.

Große Premiumreifen, hohe Bremsbelastung, Diesel-Abgastechnik und elektrisch betätigte Innenraumfunktionen können die Reparaturkosten erhöhen. Ein Chauffeurfahrzeug kann viele Türzyklen und lange Leerlaufphasen hinter sich haben. Ein Familienfahrzeug zeigt möglicherweise stärkere Verschmutzung der Sitzschienen, beschädigte Verkleidungen und ungünstigere Kurzstreckennutzung. Keine dieser Nutzungsarten ist automatisch schlecht, sofern Zustand und Wartung dazu passen.

Diese V-Klasse passt

Fahrzeuglänge und Sitzkonfiguration entsprechen dem Bedarf, sämtliche Türen und Sitze funktionieren korrekt und der Motor startet sauber. Die Automatik schaltet gleichmäßig, die Dieselwartung ist dokumentiert und alle Komfortfunktionen im Fond arbeiten ohne Warnmeldungen.

Diese V-Klasse ablehnen

Starke Korrosion, dauerhafte Dieselwarnungen, verzögertes Einlegen, Überhitzung oder veränderte Bremswirkung sprechen gegen den Kauf. Defekte Schiebetüren, unsichere Sitzverriegelungen, mehrere Elektrikfehler und widersprüchliche VIN- oder Kilometerangaben erhöhen das Risiko erheblich.

Für viele private Käufer bietet ein V 220 d in der Länge Lang die sinnvollste Kombination aus Passagierraum, Gepäckplatz und ausreichender Leistung. Ein V 300 d eignet sich besser für häufige Vollbeladung. 4MATIC sollte wegen eines tatsächlichen Traktionsbedarfs und nicht allein wegen des Emblems gewählt werden. Kompakt ist in der Stadt leichter zu handhaben, während Extralang bei voller Bestuhlung und umfangreichem Gepäck überzeugt.

Gebrauchte Mercedes V-Klasse bei der vollständigen Kaufprüfung
  • Die Mercedes V-Klasse verbindet mehrere Sitzreihen mit gehobener Ausstattung.
  • Frühe und spätere W447 nutzen unterschiedliche Diesel- und Automatiksysteme.
  • Testen Sie Schiebetüren, Sitzschienen und Fondklima vollständig.
  • Eine gelöschte DPF- oder Start-Stopp-Warnung beweist keine Reparatur.
  • Getriebe-, Brems- und dauerhafte Abgasfehler benötigen eine Fachdiagnose.

FAQ

Ist die Mercedes V-Klasse als Gebrauchtwagen zuverlässig?

Eine gepflegte V-Klasse W447 kann zuverlässig sein, doch frühere Nutzung und Ausstattung beeinflussen das Risiko stark. Ein V 220 d mit Hinterradantrieb besitzt weniger komplexe Technik als ein 4MATIC-Modell mit elektrischen Türen und Luxussitzen. Prüfen Sie Dieselwarnungen, Getriebe, Türen, Bremsen, Reifen und Elektronik. Eine intensive Shuttle-Nutzung ist nur akzeptabel, wenn Wartung und Zustand zum dokumentierten Kilometerstand passen.

Welcher Motor der Mercedes V-Klasse ist die beste Wahl?

Für viele Familien und Langstreckenfahrer bietet der V 220 d die beste Balance aus ausreichender Leistung und überschaubaren Unterhaltskosten. Der V 200 d passt zu leichterer Nutzung, während V 250 d und V 300 d bei voller Beladung mehr Reserven bieten. Entscheidend sind korrektes Motoröl, saubere Abgashistorie und gleichmäßige Leistung. Prüfen Sie außerdem, ob OM651 oder OM654 verbaut ist.

Was ist der Unterschied zwischen V-Klasse und Viano?

Der Viano ist die komfortorientierte Personenwagenversion der älteren W639-Generation und wurde vor dem W447 angeboten. Er kann günstiger sein und war mit Vier- sowie Sechszylindermotoren erhältlich. Sein Alter erhöht jedoch das Risiko bei Korrosion, Fahrwerk und Elektrik. Die W447 V-Klasse bietet einen moderneren Innenraum, neuere Sicherheitstechnik und spätere Dieselsysteme. Der konkrete Zustand bleibt wichtiger als der Modellname.

Sollte man eine V-Klasse oder einen Vito Tourer kaufen?

Die V-Klasse ist sinnvoll, wenn Fahrkomfort, Geräuschdämmung, Innenraummaterialien und Luxusausstattung den höheren Aufwand rechtfertigen. Ein Vito Tourer passt besser, wenn Robustheit, funktionale Verkleidungen und niedrigere Anschaffungskosten wichtiger sind. Beide können Motoren und Grundtechnik teilen, unterscheiden sich aber bei Sitzen, Klimatisierung und Innenraumqualität. Ein gut ausgestatteter Vito kann sich mit einer einfachen V-Klasse überschneiden.

Ist die 7G-TRONIC oder 9G-TRONIC der V-Klasse besser?

Die 9G-TRONIC bietet mehr Fahrstufen und wurde mit den neueren OM654-Dieselmotoren eingeführt. Eine gepflegte 7G-TRONIC PLUS kann dennoch eine gute Wahl sein. Beide Getriebe müssen ohne starke Verzögerung einlegen und dürfen nicht zwischen den Gängen schlagen oder Warnmeldungen anzeigen. Testen Sie die Automatik kalt, warm, beim Rangieren und unter mittlerer Beschleunigung.

Lohnt sich eine Mercedes V-Klasse mit 4MATIC?

Eine V-Klasse mit 4MATIC lohnt sich bei regelmäßigem Winterbetrieb, steilen Zufahrten oder Untergründen mit erhöhtem Traktionsbedarf. Sie besitzt jedoch zusätzliche Antriebskomponenten und reagiert empfindlicher auf unpassende Reifen. Für normalen Autobahn- und Stadtverkehr ist Hinterradantrieb meist einfacher. Achten Sie auf Vibrationen, Verspannungen und Warnmeldungen und prüfen Sie kompatible Reifen mit ähnlichem Verschleiß.

Was sollte man bei elektrischen Schiebetüren prüfen?

Betätigen Sie jede Tür über Außen- und Innengriff, Cockpitschalter und Funkschlüssel, sofern vorhanden. Die Tür sollte gleichmäßig laufen, bei einem Hindernis umkehren und ohne mehrere Versuche bündig schließen. Prüfen Sie auch das Verhalten auf ebener Fläche und achten Sie auf Schleifgeräusche, Warnsignale oder Aussetzer. Ursachen können Rollen, Einstellung, Verkabelung, Sensorik oder der elektrische Antrieb sein.

Wann sollte man eine gebrauchte Mercedes V-Klasse nicht kaufen?

Lehnen Sie eine V-Klasse mit dauerhaften DPF-, AdBlue- oder Getriebewarnungen, Überhitzung, Rauch, Kraftstoffgeruch, sichtbaren Leckagen oder veränderter Bremswirkung ab. Starke Korrosion, unsichere Sitzverriegelungen, defekte Schiebetüren und mehrere Elektrikfehler sind ebenfalls problematisch. Kaufen Sie nicht, wenn VIN, Kilometerstand und Wartung widersprüchlich sind oder eine vollständige Prüfung des Fahrgastraums verhindert wird.