Kaufberatung für den gebrauchten Peugeot 208

Ein gebrauchter Peugeot 208 kann ein sparsamer und handlicher Kleinwagen sein, doch die Wahl des richtigen Motors ist entscheidend. Bei älteren 1,0- und 1,2-Liter-PureTech-Benzinern sind nachweisbare Zahnriemenkontrollen und die Verwendung des vorgeschriebenen Motoröls wichtiger als Ausstattung, Laufleistung oder optischer Zustand.

Die erste Generation wurde als Drei- und Fünftürer mit einfachen Saugbenzinern, sparsamen Dieselmotoren und dem sportlichen 1.6 THP im 208 GTi angeboten. Die zweite Generation ist ausschließlich fünftürig und ergänzt EAT8-Automatik, den elektrischen e-208, spätere 48-Volt-Hybridversionen und umfangreichere Innenraumtechnik.

208-Empfehlung: Ein 1.2 PureTech kommt nur infrage, wenn Zahnriemenzustand, korrektes Motoröl und frühere Öldruckmeldungen nachvollziehbar geprüft wurden. Dieselversionen passen zu regelmäßigen längeren Strecken, während beim e-208 Batterie, Ladetechnik und Rückrufstatus im Mittelpunkt stehen. Probieren Sie die i-Cockpit-Sitzposition unbedingt selbst aus, weil das kleine Lenkrad bei manchen Fahrern die Instrumente verdeckt. Ein Fahrzeug mit ungeklärter roter Öldruckwarnung, starken Motorgeräuschen oder offener Sicherheitsaktion sollte nicht gekauft werden.

Blauer Peugeot 208 fährt auf einer freien Stadtstraße

Erste und zweite Generation des Peugeot 208

Der erste Peugeot 208 kam 2012 als Nachfolger des Peugeot 207 auf den Markt. Er wurde mit drei oder fünf Türen angeboten und erhielt 2015 eine umfangreiche Modellpflege. Das Motorenprogramm umfasste kleine VTi- und PureTech-Benziner, HDi- und BlueHDi-Diesel, stärkere 1,6-Liter-Benzinmotoren sowie den leistungsorientierten GTi.

Die zweite Generation erschien 2019 und wurde in mehreren Märkten ab 2020 ausgeliefert. Sie nutzt ausschließlich eine fünftürige Karosserie und wurde von Beginn an für Benzin-, Diesel- und Elektroantriebe entwickelt. Spätere Überarbeitungen brachten ein verändertes Außendesign, modernisierte Infotainmentsysteme, einen weiteren e-208-Antrieb und 48-Volt-Hybridversionen mit elektrifiziertem Doppelkupplungsgetriebe.

Beide Generationen eignen sich gut für den Stadtverkehr, sprechen jedoch unterschiedliche Budgets an. Der ältere 208 ist meist günstiger und technisch einfacher, während das neuere Modell modernere Sicherheits- und Konnektivitätsfunktionen bietet. Wer einen noch kleineren Stadtwagen sucht, kann den Peugeot 108 im Vergleich prüfen. Für mehr Platz im Fond und Gepäckraum bietet sich der Peugeot 308 als Alternative an.

Erste Generation Benziner

Mehrere Saug- und Turbobenziner wurden mit Schaltgetriebe, automatisiertem Schaltgetriebe oder später mit konventioneller Automatik angeboten.

Zweite Generation Verbrenner

Die meisten Benziner verwenden den 1.2 PureTech mit Schalt- oder EAT8-Automatikgetriebe; einzelne Märkte erhielten zusätzlich BlueHDi-Diesel.

Elektrischer e-208

Er nutzt das fünftürige Karosseriekonzept, verlangt aber eigene Prüfungen von Batterie, Ladetechnik, Softwareaktionen und Hochvoltsystem.

Weißer Peugeot 208 in vorderer Dreiviertelansicht geparkt

PureTech-Zahnriemen sorgfältig kontrollieren

Frühere Generationen der 1,0- und 1,2-Liter-PureTech-Motoren verwenden einen im Motoröl laufenden Zahnriemen. Peugeot und Stellantis haben bei bestimmten Motoren Fälle von vorzeitiger Riemenzersetzung, Öldruckproblemen und erhöhtem Ölverbrauch offiziell anerkannt. Das bedeutet nicht, dass jeder PureTech-208 betroffen ist, macht eine nachvollziehbare Wartungshistorie aber unverzichtbar.

Der Zahnriemen kann sich bei ungeeignetem Öl, unregelmäßiger Wartung, ungünstigen Betriebsbedingungen oder fortgeschrittenem Verschleiß zersetzen. Abgelöstes Material kann den Ölkreislauf verunreinigen und die Ölversorgung einschränken. Eine rote Öldruckwarnung, ein Hinweis auf eingeschränkte Bremsunterstützung oder auffällige Motorgeräusche dürfen nicht als gewöhnliche Serviceerinnerung behandelt werden.

Verlangen Sie Rechnungen, aus denen Ölqualität, Wartungszeitpunkte, Zahnriemenkontrollen und ein möglicher Austausch hervorgehen. Eine Werkstatt sollte den aktuellen Zustand und die Breite des Riemens beurteilen und bei Verdacht auf Zersetzung auch das Schmiersystem untersuchen. Eine Rechnung über einen neuen Zahnriemen ist nur dann aussagekräftig, wenn mögliche Verunreinigungen des Ölkreislaufs ebenfalls berücksichtigt wurden.

Fünf PureTech-Prüfungen vor dem Kauf

  • Fahrgestellnummer und Motordaten mit dem Wartungsplan abgleichen.
  • Durchgängige Verwendung des vorgeschriebenen Motoröls nachweisen lassen.
  • Datierte Belege über Zahnriemenkontrollen oder Austausch verlangen.
  • Frühere Öldruck-, Bremsunterstützungs- oder Ölverbrauchsprobleme klären.
  • Bei lückenhafter Historie eine fachkundige Riemenprüfung veranlassen.

Praktischer Hinweis: Die Aussage „Der Zahnriemen wurde gewechselt“ reicht nicht aus. Die Rechnung sollte Zeitpunkt, Laufleistung und Grund des Austauschs nennen. Bei einem zuvor beschädigten Riemen muss außerdem geklärt sein, ob Ölansaugung, Schmierkreislauf und weitere betroffene Bauteile kontrolliert oder gereinigt wurden.

Benzinmotoren und Getriebe der ersten Generation

Frühe Einstiegsversionen nutzten kleine Saugbenzinmotoren mit 1,0 oder 1,2 Litern Hubraum. Sie passen zu Stadtverkehr und geringen Leistungsansprüchen, benötigen bei entsprechender PureTech-Ausführung aber dieselben sorgfältigen Öl- und Zahnriemenprüfungen. Mit mehreren Insassen, Gepäck oder auf der Autobahn werden ihre begrenzten Leistungsreserven deutlicher.

Der aufgeladene 1.2 PureTech 110 eignet sich besser für gemischte Fahrten und wurde bei späteren Fahrzeugen der ersten Generation mit Schaltgetriebe oder konventioneller EAT6-Automatik angeboten. Er reagiert bei niedrigen Drehzahlen kräftiger als die Saugmotoren, doch seine Zahnriemen- und Ölservicehistorie bleibt der zentrale Kaufpunkt.

Einige Fahrzeuge der ersten Generation besitzen das automatisierte ETG-Schaltgetriebe. Seine spürbaren Pausen beim Gangwechsel unterscheiden sich konstruktionsbedingt von einer Wandlerautomatik und bedeuten nicht automatisch einen Defekt. Starkes Kupplungsrutschen, heftiges Schlagen, verzögerte Gangwahl oder Warnmeldungen erfordern dennoch eine Diagnose. Käufer mit Wunsch nach sanfterer Automatik sollten ETG und EAT6 klar auseinanderhalten.

Der 208 GTi verwendet einen aufgeladenen 1.6-THP-Benziner und ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Er besitzt leistungsorientierte Bremsen, Fahrwerkskomponenten, Räder und Reifen. Deshalb sind Umbauten, Unfallreparaturen, Kühlsystem, Ölverbrauch und fachkundige Wartung besonders wichtig. Für möglichst geringe laufende Kosten ist der GTi nicht die passende Version.

Roter Peugeot 208 seitlich im Freien fotografiert

Diesel, neuere Benziner und Hybridversionen

Bei der ersten Generation gab es 1.4 HDi sowie mehrere 1.6 HDi, e-HDi und BlueHDi. Diese Motoren können auf längeren Strecken sparsam sein, doch häufige Kurzstrecken erhöhen die Bedeutung von AGR- und Dieselpartikelfilterhistorie. Prüfen Sie Kaltstart, Ladedruckaufbau, Kupplungsverhalten und Abgaswarnungen, statt einen Diesel allein wegen seines Normverbrauchs auszuwählen.

Die zweite Generation startete mit mehreren Leistungsstufen des 1.2 PureTech. Je nach Version kamen Fünf- oder Sechsgang-Schaltgetriebe sowie die EAT8-Automatik zum Einsatz. Auch frühe Fahrzeuge dieser Generation können noch zur vorherigen PureTech-Konstruktion gehören, für die Herstellerunterstützung oder besondere Kontrollen relevant sind. Eine neuere Karosserie garantiert daher kein grundsätzlich anderes Zahnriemensystem.

Der 1.5 BlueHDi wurde ebenfalls in der zweiten Generation angeboten. Peugeot hat für bestimmte Fahrzeuge mit diesem Motor eine Rückruf- und Unterstützungsmaßnahme angekündigt, weil vorzeitiger Verschleiß der Nockenwellenkette ungewöhnliche Geräusche und in seltenen Fällen einen Kettenbruch verursachen kann. Ob ein Fahrzeug betroffen ist, wird über die Fahrgestellnummer bestimmt.

Überarbeitete 208-Hybridversionen verwenden ein 48-Volt-System und ein elektrifiziertes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe. Sie müssen von gewöhnlichen PureTech-Modellen mit Schaltgetriebe oder EAT8 unterschieden werden. Prüfen Sie sanfte Übergänge zwischen Verbrennungsmotor und elektrischer Unterstützung, gespeicherte Warnungen sowie Nachweise über Software- und Serviceaktionen.

Benziner oder Hybrid wählen

Diese Varianten passen zu Stadtverkehr, kürzeren Fahrten und gemischter Jahreslaufleistung, sofern PureTech-Generation und Wartungssystem eindeutig geklärt sind.

BlueHDi-Diesel wählen

Der Diesel passt zu regelmäßigen Langstrecken, verlangt aber Kontrollen von DPF, möglichem AdBlue-System und der 1.5-BlueHDi-Kettenaktion.

Einen gebrauchten Peugeot e-208 prüfen

Frühe e-208 nutzen einen Elektromotor mit 100 kW und eine Batterie mit nominal 50 kWh. Spätere Modelle ergänzten einen 115-kW-Motor und eine neuere 51-kWh-Batterie. In einzelnen überarbeiteten Modellprogrammen wurden beide Ausführungen parallel angeboten. Identifizieren Sie den Antrieb deshalb über Fahrgestellnummer und Fahrzeugunterlagen statt nur über Zulassungsjahr oder Ausstattung.

Verlangen Sie einen Batteriezustandsbericht oder vergleichbare Diagnosedaten. Die im Fahrzeug angezeigte Reichweite lässt sich nur unter ähnlichen Temperatur- und Ladebedingungen sinnvoll vergleichen, weil Geschwindigkeit, Heizung, Klimatisierung und Außentemperatur den Wert stark verändern. Eine geringe Reichweitenanzeige an einem kalten Tag beweist keinen Batteriedefekt.

Testen Sie das AC-Laden mit dem mitgelieferten Kabel und prüfen Sie vorhandene Nachweise zum DC-Schnellladen. Klären Sie, ob das Fahrzeug den serienmäßigen einphasigen oder einen optionalen dreiphasigen Onboard-Lader besitzt, da die Ausstattung je nach Markt variierte. Kontrollieren Sie Ladeklappe, Verriegelung, Kabel, Vorklimatisierung, Innenraumheizung und das Fehlen von Antriebswarnungen.

Hochvoltbauteile dürfen nicht von unqualifizierten Personen geöffnet oder geprüft werden. Unterbodenschäden nach einem Aufprall, Ladefehler, Isolationswarnungen oder plötzlicher Antriebsausfall gehören in eine für Elektrofahrzeuge ausgerüstete Werkstatt. Auch Software- und Rückrufstatus müssen anhand der Fahrgestellnummer geprüft werden.

Blauer Peugeot 208 aus hinterer Dreiviertelansicht fotografiert

i-Cockpit, Infotainment und Innenraum

Beide Generationen verwenden das Peugeot i-Cockpit mit kleinem Lenkrad und darüber angeordneten Instrumenten. Viele Fahrer kommen damit gut zurecht, doch Sitzhöhe und Körperproportionen entscheiden darüber, ob das Lenkrad Teile der Anzeige verdeckt. Stellen Sie Sitz und Lenksäule vor der Probefahrt korrekt ein und prüfen Sie, ob Geschwindigkeit, Warnleuchten und Navigation jederzeit sichtbar bleiben.

Testen Sie zentralen Touchscreen, Bluetooth, Smartphone-Verbindung, Lenkradtasten, USB-Anschlüsse und sämtliche Klimafunktionen. Bei Varianten, deren Heizungs- und Lüftungsbedienung stark vom Bildschirm abhängt, sind langsame Reaktionen oder wiederholte Neustarts mehr als ein kleiner Schönheitsfehler. Das Display sollte auch nach längerer Verriegelung zuverlässig starten.

Eine Start-Stopp-Meldung beweist nicht automatisch einen defekten Anlasser oder Motor. Batterieladung, Temperatur, elektrische Verbraucher und Betriebsbedingungen können das System vorübergehend deaktivieren. Der Ratgeber zur Start-Stopp-Warnleuchte erklärt, wann normale Nichtverfügbarkeit zu einer diagnostisch relevanten Störung wird.

Kontrollieren Sie Sitzwangen, Lenkradbezug, Türgriffe und Touchscreen-Oberfläche auf Verschleiß, der nicht zur angegebenen Laufleistung passt. Bei Dreitürern der ersten Generation müssen Entriegelung und Rückstellung der Vordersitze funktionieren. Prüfen Sie außerdem Rücksitzlehnen, Kofferraumboden, Pannenset oder Reserverad sowie mögliche Feuchtigkeit an der Heckklappe.

Gezielte Probefahrt mit dem Peugeot 208

Starten Sie einen Verbrennungsmotor kalt. Er sollte ohne dauerhaftes Rasseln, starken Rauch, Fehlzündungen oder Öldruckwarnung in einen stabilen Leerlauf wechseln. Ein kurzes unbekanntes Geräusch darf nicht ohne Diagnose dem Zahnriemen, Turbolader oder einer Steuerkette zugeordnet werden. Der Beitrag über ein rasselndes Motorgeräusch zeigt, welche Begleitumstände für die Fehleranalyse wichtig sind.

Prüfen Sie Lenkung bei niedriger Geschwindigkeit, Kupplung, jeden Gang und kontrollierte Beschleunigung. Eine EAT6- oder EAT8-Automatik sollte Fahr- und Rückwärtsstufe gleichmäßig einlegen und nach dem Erwärmen sauber schalten. Ein ETG darf beim Gangwechsel Pausen zeigen, starkes Schlagen, Kupplungsrutschen oder Warnmeldungen gehören jedoch nicht zu seinem normalen Verhalten.

Achten Sie auf Fahrwerksgeräusche auf einer gewöhnlich unebenen Straße, seitliches Ziehen, Lenkradvibrationen und ungleichmäßige Bremswirkung. Durch das kleine Lenkrad können Probleme mit Achsgeometrie oder Reifen besonders deutlich auffallen. Große Räder verschlechtern häufig den Federungskomfort und verteuern den Reifenwechsel gegenüber kleineren Werksgrößen.

Stellen Sie den Motor sofort ab, wenn eine rote Öldruckwarnung bestehen bleibt, starkes Klopfen auftritt oder der Motor mit Rauch beziehungsweise Brandgeruch deutlich an Leistung verliert. Beenden Sie die Fahrt sicher bei verändertem Bremsverhalten, Überhitzung, sichtbarem Kraftstoff- oder Flüssigkeitsaustritt, plötzlichem Ausfall der Lenkunterstützung oder mehreren kritischen Warnungen.

Peugeot 208 vor einem modernen Autohaus geparkt

Peugeot-208-Versionen und Kaufprioritäten

208-Version Geeignet für Wichtigster Prüfpunkt
Erste Generation 1.0 oder 1.2 Benziner Stadtverkehr und geringe Leistungsansprüche PureTech-Zahnriemen, richtiges Öl und Kaltstart
Erste Generation 1.2 Turbo EAT6 Gemischte Nutzung mit konventioneller Automatik Riemennachweise, Schaltqualität und Öldruckhistorie
Erste Generation 1.6 THP GTi Leistungsorientierte Nutzung Umbauten, Kühlung, Bremsen und Fachwartung
Erste Generation HDi oder BlueHDi Sparsame regelmäßige Langstrecken DPF, AGR, Kupplung und Abgaswarnungen
Zweite Generation 1.2 PureTech Moderner Stadt- und Autobahnbetrieb Motorgeneration, Zahnriemensystem und EAT8-Funktion
Zweite Generation BlueHDi oder Hybrid Hohe Fahrleistung oder elektrifizierte Nutzung VIN-Aktionen, Abgassystem oder e-DCS6-Verhalten
e-208 mit 50 oder 51 kWh Fahrer mit zuverlässiger Lademöglichkeit Batteriezustand, Onboard-Lader und Rückrufstatus

Unterhaltskosten, Rückrufe und Kaufentscheidung

Der 208 profitiert grundsätzlich von den überschaubaren Reifen-, Bremsen- und Kraftstoffkosten eines Kleinwagens. Motorisierung und Ausstattung können die Ausgaben jedoch deutlich verändern. GTi-Versionen verwenden leistungsorientierte Teile, Fahrzeuge mit großen Rädern benötigen teurere Reifen, Dieselmotoren bringen Abgastechnik mit und der e-208 verlangt eine geeignete Lademöglichkeit statt klassischer Motorwartung.

Wartungsunterlagen müssen die genaue Ölspezifikation und den passenden Serviceplan erkennen lassen. Bei PureTech-Motoren ist dies besonders wichtig, weil Zahnriemenzustand und Schmierung zusammenhängen. Dieselrechnungen sollten Arbeiten an DPF, AdBlue- und Kraftstoffsystem dokumentieren. Beim e-208 sind Nachweise zu Ladeproblemen, Software und Hochvoltantrieb relevant.

Prüfen Sie jedes Fahrzeug anhand der Fahrgestellnummer. Peugeot bietet für bestimmte frühere PureTech-Motoren, einzelne 1.5-BlueHDi-Fahrzeuge sowie bestimmte Elektro- und Sicherheitskampagnen offizielle Unterstützungs- oder Rückrufverfahren an. Ob ein konkretes Fahrzeug betroffen ist und welche Arbeiten erforderlich sind, lässt sich nicht allein aus dem Modelljahr ableiten.

Kaufen: Der Antrieb passt zum Fahrprofil, Zahnriemen- oder Batteriezustand ist dokumentiert, die i-Cockpit-Sitzposition funktioniert für den Fahrer und keine sicherheitsrelevante Warnung bleibt aktiv.

Genauer prüfen: Die Zahnriemenhistorie ist lückenhaft, der Motor verbraucht Öl, ein Diesel rasselt beim Start, Start-Stopp bleibt häufig deaktiviert, die Automatik zögert oder ein e-208 lädt unzuverlässig. Vor einer Preisbewertung ist eine Diagnose erforderlich.

Ablehnen: Eine ungeklärte rote Öldruckwarnung, starkes Motorrasseln, dichter Rauch, deutlicher Getriebeschlupf, Abschaltung des Elektroantriebs, unsichere Bremswirkung oder manipulierte Warnleuchten sind Ausschlussgründe. Lehnen Sie das Fahrzeug auch ab, wenn der Verkäufer eine VIN-Prüfung oder unabhängige Untersuchung verweigert.

  • Ein zuverlässiger Peugeot 208 benötigt den richtigen Motor, das passende Öl und nachvollziehbare Wartungsunterlagen.
  • Frühere 1,0- und 1,2-Liter-PureTech-Motoren verlangen eine sorgfältige Zahnriemenprüfung.
  • Prüfen Sie die i-Cockpit-Sitzposition vor der Bewertung des Innenraums.
  • Ein erneuerter Zahnriemen beweist nicht automatisch einen sauberen Ölkreislauf.
  • Öldruckwarnungen, Diesel-Kettengeräusche und e-208-Ladefehler erfordern eine professionelle Diagnose.

FAQ

Ist ein gebrauchter Peugeot 208 zuverlässig?

Ein Peugeot 208 kann zuverlässig sein, wenn sein genauer Antrieb korrekt gewartet wurde. Bei früheren 1,0- und 1,2-Liter-PureTech-Benzinern steht der im Öl laufende Zahnriemen im Mittelpunkt. Dieselmotoren benötigen Kontrollen der Abgasnachbehandlung und bestimmte 1.5 BlueHDi zusätzlich eine Prüfung der Nockenwellenkettenaktion. Der e-208 vermeidet diese Motorprobleme, verlangt aber Nachweise zu Batterie, Ladetechnik und Software. Die Zuverlässigkeit muss deshalb versionsbezogen beurteilt werden.

Welcher Motor ist beim gebrauchten Peugeot 208 am besten?

Für gemischte Nutzung bietet ein sauber dokumentierter 1.2 PureTech Turbo passende Fahrleistungen, sollte aber nur mit eindeutigen Zahnriemen- und Ölnachweisen gekauft werden. Ein BlueHDi passt zu regelmäßigen Autobahnfahrten, während der e-208 eine verlässliche Lademöglichkeit voraussetzt. Käufer mit Schwerpunkt auf Einfachheit können einen schwächeren Benziner der ersten Generation bevorzugen. Entscheidend ist, dass Wartungsanforderungen und Rückrufstatus vollständig überprüfbar sind.

Welche Peugeot-208-Motoren haben einen Zahnriemen im Öl?

Frühere Generationen der 1,0- und 1,2-Liter-PureTech-Motoren verwenden einen im Motoröl laufenden Zahnriemen. Diese Motoren können abhängig von Baujahr und Ausführung in beiden Generationen des Peugeot 208 vorkommen. Die Karosserieform allein reicht daher nicht zur Identifikation. Prüfen Sie Fahrgestellnummer, Motordaten und Wartungsplan. Neuere Hybrid- oder überarbeitete Benzinantriebe können eine andere Konstruktion besitzen und müssen separat zugeordnet werden.

Reicht ein bereits gewechselter PureTech-Zahnriemen als Nachweis?

Nein, nicht ohne weitere Angaben. Die Rechnung sollte Datum, Laufleistung, verbaute Teile und den Grund des Austauschs nennen. Hatte sich der alte Riemen bereits zersetzt, können zusätzlich Kontrolle oder Reinigung des Ölkreislaufs notwendig gewesen sein. Fragen Sie nach früheren Öldruckmeldungen, erhöhtem Ölverbrauch oder Problemen mit der Bremsunterstützung. Eine mündliche Zusage des Verkäufers bestätigt nicht, dass alle möglichen Folgen der Riemenschädigung behoben wurden.

Ist die erste oder zweite Generation des Peugeot 208 besser?

Die erste Generation ist meist günstiger, wurde mit drei oder fünf Türen angeboten und umfasst mehr ältere Benzin-, Diesel- und GTi-Versionen. Die zweite Generation bietet modernere Sicherheitstechnik, besseres Infotainment und den elektrischen e-208. Sie ist finanziell nicht automatisch risikoärmer, weil einige frühe Benziner weiterhin zur vorherigen PureTech-Konstruktion gehören. Entscheiden Sie nach Antriebszustand, Innenraumergonomie, Platzbedarf und überprüfter Kampagnenhistorie.

Sollte man einen Diesel-Peugeot-208 für Stadtverkehr kaufen?

Ein Diesel-208 eignet sich besser für regelmäßige längere Fahrten als für wiederholte kurze Stadtstrecken. Bei Kurzstrecken entstehen möglicherweise keine geeigneten Bedingungen für den Dieselpartikelfilter, und spätere Ausführungen besitzen zusätzlich ein AdBlue-System. Bei bestimmten 1.5-BlueHDi-Fahrzeugen muss außerdem die Nockenwellenkettenaktion per Fahrgestellnummer geprüft werden. Für geringe Jahreslaufleistung sind Benziner, Hybrid oder e-208 meist die passendere Vorauswahl.

Was sollte man vor dem Kauf eines gebrauchten Peugeot e-208 prüfen?

Verlangen Sie einen Nachweis zum Batteriezustand, identifizieren Sie die 50- oder 51-kWh-Version und klären Sie die Ausführung des Onboard-Laders. Testen Sie AC-Laden, Innenraumheizung, Vorklimatisierung und Verriegelung des Ladeanschlusses. Kontrollieren Sie den Unterboden von außen auf Aufprallschäden, ohne Hochvoltbauteile zu öffnen. Die Fahrgestellnummer muss außerdem auf Software- und Sicherheitsaktionen geprüft werden. Die angezeigte Restreichweite allein ist kein zuverlässiger Batterietest.

Wann sollte man einen gebrauchten Peugeot 208 ablehnen?

Lehnen Sie einen 208 mit ungeklärter roter Öldruckwarnung, starkem Motorrasseln, dichtem Rauch, deutlichem Getriebeschlupf, unsicherer Bremswirkung oder wiederholter Abschaltung des Elektroantriebs ab. Fehlende Zahnriemennachweise bedeuten nicht immer sofort den Ausschluss, erfordern aber zwingend eine Fachprüfung. Verlassen Sie das Angebot ebenfalls, wenn Warnleuchten manipuliert wirken, der Rückrufstatus nicht kontrolliert werden kann oder der Verkäufer eine unabhängige Diagnose verweigert.

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